Linktipps zum Wochenstart (11)

Top-Tipp

Who exactly is killing the press

Was würde Hearst tun? Der innovative US-Medienmogul William Randolph Hearst, lebte er heute noch, hätte längst den Online-Kleinanzeigendienst Craigslist aufgekauft (oder selbst entwickelt), ein funktionierendes Micropayment-System für Online-Inhalte installiert und Heerscharen von lokalen Bloggern rekrutiert. Zu diesem Schluss kommt James Fallows von The Atlantic im regen Gedankenaustausch mit Kollegen, nachdem das Pew Center eine Studie zu dramatischen Einbrüchen der Anzeigenumsätze von Zeitungen veröffentlichte. Fallows‘ Beiträge zu diesem Thema in der Reihenfolge: Teil 1, Teil 2, Teil 3.

Weitere Tipps:

A Latte with Journalism on the Side

Über ein tschechisches Projekt, hyperlokalen Journalismus mit Stadtteil-Cafés zu verbinden, finanziert von der Investmentfirma PPF Group, berichtet die New York Times. “The position of the journalist is not just to be observing and writing something on the newspaper or on the Web, but also to help people have the tools to do something in their community“, zitiert die NYT den Projektverantwortlichen. Deutschsprachige Zusammenfassung bei bigtrends.

How the newspaper industry threw away its lead in online search engines

Zeitungen sind selbst schuld, dass ihre originären Webinhalte von den Algorithmen der Suchmaschinen nicht gegenüber Duplikaten und Zusammenfassungen favorisiert werden, argumentiert Robert Niles im Online Journalism Review. Das  Verschieben von Beiträgen hinter Pay-walls zerstört Links.

Lens: new photo blog on NYTimes.com

Die New York Times hat ein weiteres hochwertiges Web-Projekt gestartet: das Fotoblog Lens. Auf der großformatigen Flash-basierten Plattform, die an das Projekt The Big Picture der NYT-Schwesterzeitung The Boston Globe erinnert, kommen Fotos besonders gut zur Geltung.

New York Times und Wall Street Journal suchen Wege aus der Gratisfalle

Mit iPhone-Applikationen und mobilen Lesegeräten versuchen das Wall Street Journal und die New York Times, die Lesern zum Bezahlen zu verlocken. Neue mobile Präsentationswege seien dafür der einzig erfolgversprechenden Weg, sagen Experten. Der Zug im Web sei abgefahren. Mehr im Handelsblatt.

Facebook und Twitter leiten Leser auf Nachrichtenseiten

Soziale Netzwerke werden – richtig eingesetzt – immer wichtiger für den Traffic auf Nachrichtenwebsites und können dazu beitragen, die Abhängigkeit von Google von verringern. Netzökonom Holger Schmidt von der FAZ analysiert die Hitwise-Daten für Großbritannien.

Scribd Store: Geld verdienen mit dem „YouTube für Texte“

”Mehr als fair“ findet das Upload Magazin die Konditionen des neuen Scribd Store für Autoren und Verlage:  „Man bestimmt den Verkaufspreis selbst und bekommt 80 Prozent der Einnahmen ab. Bei Amazon sehen die Verleger und Autoren dagegen gerade einmal 30 Prozent der Einnahmen wieder – teilweise soll es noch weniger sein.“

Bloomberg Forbids Mentioning Competitors, or Linking to Them

Mit seinen Regeln, was die Redakteure in sozialen Netzwerken alles NICHT tun dürfen, schießt der Nachrichtendienst Bloomberg weit über das Ziel hinaus und beweist damit vor allem, dass er den Paradigmenwechsel im Austausch mit den Nutzern nicht verstanden hat. Details bei Valleywag.

3 Antworten zu “Linktipps zum Wochenstart (11)

  1. Pingback: Medienlinks zum Wochenstart: Was würde Hearst tun? — CARTA

  2. Das neue Konzept von Scribd hat sich in Deutschland bereits bewährt: Die Online Plattform XinXii erlaubt den Upload von Texten und Dokumenten und provisioniert die Publisher pro Download mit 70% – der höchste Autorensatz im deutschsprachigen Raum.

  3. Pingback: Twitted by mediummagazin

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