Facebook Connect in Blogs integrieren

Die ersten Anleitungen für Blogger, wie man die neue Facebook Connect Schnittstelle auf dem eigenen Blog integrieren kann, sind da. Was bedeutet das? Facebook-Nutzer, die auf einem Blog einen Kommentar hinterlassen wollen, können mit Facebook Connect – anstatt wie üblich Name, Email-Adresse und Blog-URL einzutragen – stattdessen einfach auf den Button klicken und sich mit ihrem Facebook-Profil anmelden.

facebook_connect

Der komplizierte Weg, diese Funktion zu installieren, ist eher etwas für Blogger, die Lust haben, sich für das Set-Up mit HTML-Code zu befassen. Auf dem Mashable Blog von Pete Cashmore gibt es dafür eine Video-Anleitung von Luke Shepard und Wei Zhu vom Facebook Developer Team. WordPress-Blogger können aber stattdessen auch einfach einen Button integrieren, den es beim Social Media Blog kostenlos hier gibt.

Wer profitiert davon? Facebook-Nutzer, die das möchten, können ihr Freundesnetzwerk sozusagen auf eine personalisierte Webtour mitnehmen: Schaut mal, welches Buch ich gerade bei Amazon gekauft habe oder auf welchen Blogs ich was kommentiert habe. Blogger können wahrscheinlich die Kommentardichte auf ihren Blogs erhöhen, wenn die Kommentatoren mehr Gelegenheit haben, ihre mitgeteilten Meinungen auch zur Selbstdarstellung zu nutzen, indem sie ihre Blogkommentare in ihrem Facebook-Profil präsentieren. Und Facebook arbeitet weiterhin daran, der werbungtreibenden Wirtschaft möglichst genaue Profile ihrer Nutzer zu präsentieren. Die Datenfülle, die ein zielgenaues Targeting von Werbebotschaften ermöglichen soll, wird natürlich viel größer, wenn dazu die Daten nicht nur während der Verweildauer bei Facebook eingesammelt werden, sondern auch dann, wenn z.B. ein Nutzer auf Partner-Websites eine Reise bucht, ein Buch kauft, oder einen Kommentar hinterlässt.

Doch anders als bei seinem 2007 eingeführten und nach heftigen Protesten wieder eingestellten Werbeprogramm Beacon legt Facebook diesmal Wert darauf, dass seine Mitglieder die Kontrolle darüber behalten, wieviele ihrer Daten sie preisgeben wollen: Jedesmal, wenn sich ein Nutzer per Facebook auf einer externen Website anmeldet, bleiben dessen Privacy Settings erhalten. Lesenswert ist dazu auch der Bericht der New York Times . Robert Basic befasst sich heute in einem langen und fundierten Beitrag mit Gesprächsshären und Socializing im Netz (”Friendfeed -als ein Vertreter der aggregatorisch ausgerichteten Aktionsmelder- hat das Ganze übergreifend zu lösen versucht. Was machen meine Buddies im Blog, auf Flickr, in Facebook und in Twitter?“)

Dieser Blog wird sich allerdings vorerst auch weiterhin nur aus fachlichem Interesse mit Facebook Connect befassen und den Button nicht selbst implementieren.

3 Antworten zu “Facebook Connect in Blogs integrieren

  1. In der Ergänzung von Blogs und News-Sites zu lokalen und regionalen News mit SocialSoftware sehen wir auch eine wichtige Entwicklung.

    Wir möchten gerne den Lokal- und Regional-News (Bloggern, Placebloggern, Journalisten) eine Alternative anbieten und mit ihnen darüber am 15.1.09 in Düsseldorf diskutieren. Es erscheint uns vor allen Dingen wichtig, sich in einer Dachmarke zusammen zu schließen.

    Anmeldung und mehr Infos unter

    http://www.theweps.com/de/goto.php?goto=399

    oder unter

    http://www.xing.com/app/events?op=detail;id=284334;from=home

  2. @Hans Bayartz : Eine Dachmarke? Feedreader!

  3. Ja, Dachmarke! Unbedingt.

    Einzelkämpfer sein, mag zwar ganz nett sein, aber man hat nur eine Chance, wenn sich die Einzelkämpfer auf nationaler Ebene zu einer Dachmarke zusammen schließen! Dann gewinnt auch der Einzelkämpfer! Und gemeinsam kann man nur stark sein – mehr dazu am 15.1.09 – kommen Sie?

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